Arbeitsschutz im Metallbau — Der komplette Leitfaden für Ihren Betrieb

Lesezeit: 15 MinutenZuletzt aktualisiert: April 2026

123.707 meldepflichtige Arbeitsunfälle in den Branchen Holz und Metall allein im Jahr 2023. Über 61.000 Betriebsbesuche durch BGHM-Aufsichtspersonen in über 51.000 Betrieben — das heißt: Jeder fünfte Metallbau-Betrieb bekommt jedes Jahr Besuch von der Berufsgenossenschaft. Wenn die Aufsichtsperson vor Ihrer Tür steht, haben Sie 10 Minuten um Ihre Gefährdungsbeurteilungen, Prüfprotokolle und Unterweisungsnachweise vorzulegen. Haben Sie alles griffbereit?

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen genau was die BGHM von Ihrem Metallbau-Betrieb erwartet — und wie Sie es in den Griff bekommen.

Die BGHM — Ihre Berufsgenossenschaft im Metallbau

Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) ist der Unfallversicherungsträger für Metallbau, Schlosserei, Maschinenbau, Stahlbau und verwandte Branchen. Mit über 250.000 Mitgliedsunternehmen und über 5 Millionen Versicherten ist sie einer der größten Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland.

Ihre Aufgaben: Prävention, Kontrolle und Rehabilitation nach Arbeitsunfällen. Die BGHM prüft bei Betriebsbesuchen:

  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Prüfprotokolle für Betriebsmittel
  • Unterweisungsnachweise
  • Verbandbuch
  • Betriebsanweisungen

Die BGHM ist nicht Ihr Feind — sie ist Ihr Partner. Aber sie erwartet, dass Sie Ihre Pflichten ernst nehmen. Ein gut dokumentierter Arbeitsschutz schützt nicht nur Ihre Mitarbeiter, sondern auch Sie persönlich als Geschäftsführer.

Die 5 Säulen des Arbeitsschutzes im Metallbau

  1. Gefährdungsbeurteilung — ArbSchG §5
  2. Prüffristen für Betriebsmittel — BetrSichV
  3. Unterweisungen — ArbSchG §12
  4. Verbandbuch — DGUV Vorschrift 1
  5. Betriebsanweisungen — BetrSichV, GefStoffV

Sicherio deckt die ersten vier Säulen komplett ab. Für Betriebsanweisungen verweisen wir auf die kostenlosen Vorlagen der BGHM.

Prüffristen im Metallbau — Was muss wann geprüft werden?

Ein typischer Metallbau-Betrieb mit 20 Mitarbeitern hat leicht 80–120 prüfpflichtige Betriebsmittel. Ohne System verliert man den Überblick.

Hebezeuge und Krane

Brückenkran / Portalkran

Intervall:12 MonateArt:UVV-PrüfungWer prüft:Sachverständiger (ZÜS)Kosten:€300–600

DGUV Vorschrift 52, BetrSichV §14

Schwenkkran / Säulenkran

Intervall:12 MonateArt:UVV-PrüfungWer prüft:SachverständigerKosten:€200–400

DGUV Vorschrift 52

Kettenzug / Seilzug

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€100–200

DGUV Vorschrift 54

Anschlagmittel (Ketten)

Intervall:12 MonateArt:Sicht- + FunktionsprüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€5–15/Stk.

DGUV Regel 100-500

Anschlagmittel (Seile, Gurte)

Intervall:12 MonateArt:Sicht- + FunktionsprüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€5–15/Stk.

DGUV Regel 100-500

Lastaufnahmemittel (Traversen)

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€50–150

DGUV Regel 100-500

Maschinen

Hydraulische Presse / Abkantpresse

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:Sachkundiger nach BetrSichVKosten:€150–300

BetrSichV §14

Drehmaschine

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€100–200

BetrSichV §14

Fräsmaschine / CNC-Fräse

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€100–250

BetrSichV §14

Bohrmaschine (Ständer)

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€80–150

BetrSichV §14

Bandsäge / Metallkreissäge

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€80–150

BetrSichV §14

Schleifbock / Doppelschleifer

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€60–100

BetrSichV §14

Schweißgeräte (MIG/MAG/WIG)

Intervall:12 MonateArt:E-PrüfungWer prüft:ElektrofachkraftKosten:€30–60/Gerät

DGUV Vorschrift 3

Flurförderzeuge

Gabelstapler

Intervall:12 MonateArt:UVV-PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€100–200

DGUV Vorschrift 68

Hubwagen (elektrisch)

Intervall:12 MonateArt:UVV-PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€60–100

DGUV Vorschrift 68

Elektro

Ortsveränderl. E-Geräte (Flex, Bohrmaschine)

Intervall:6–12 MonateArt:DGUV V3 PrüfungWer prüft:ElektrofachkraftKosten:€5–15/Gerät

DGUV Vorschrift 3

Ortsfeste elektrische Anlage

Intervall:48 MonateArt:PrüfungWer prüft:ElektrofachkraftKosten:€300–800

DGUV Vorschrift 3

Not-Aus-Einrichtungen

Intervall:12 MonateArt:FunktionsprüfungWer prüft:SachkundigerKosten:im Rahmen Maschinenprüfung

BetrSichV

Druckgeräte

Druckbehälter / Kompressor

Intervall:60 MonateArt:ZÜS-PrüfungWer prüft:Zugelassene ÜberwachungsstelleKosten:€200–500

BetrSichV Anhang 2

Druckluftleitungen

Intervall:60 MonateArt:PrüfungWer prüft:SachkundigerKosten:im Rahmen Anlagenprüfung

BetrSichV

Brandschutz

Feuerlöscher

Intervall:24 MonateArt:InstandhaltungWer prüft:Sachkundiger FachbetriebKosten:€20–40/Stk.

DIN 14406, BetrSichV

Brandmeldeanlage

Intervall:12 MonateArt:Wartung + InspektionWer prüft:FachfirmaKosten:€200–500

DIN 14675

Brandschutztüren / -tore

Intervall:12 MonateArt:FunktionsprüfungWer prüft:SachkundigerKosten:€30–60/Stk.

BetrSichV

Flucht-/Rettungswegbeleuchtung

Intervall:12 MonateArt:FunktionsprüfungWer prüft:ElektrofachkraftKosten:im Rahmen E-Prüfung

ASR A2.3

PSA und Sonstiges

PSA gegen Absturz (Auffanggurte)

Intervall:12 MonateArt:PrüfungWer prüft:Sachkundiger (Hersteller-geschult)Kosten:€15–30/Gurt

DGUV Regel 112-198

Atemschutzgeräte

Intervall:12 MonateArt:Prüfung + ReinigungWer prüft:SachkundigerKosten:€20–50/Gerät

DGUV Regel 112-190

Schweißerschutzausrüstung

Intervall:12 MonateArt:SichtprüfungWer prüft:SachkundigerKosten:im Eigenaufwand

DIN EN 166

Leitern und Tritte

Intervall:12 MonateArt:SichtprüfungWer prüft:Sachkundiger (kann Betreiber sein)Kosten:im Eigenaufwand

DGUV Information 208-016

Regale (Schwerlast)

Intervall:12 MonateArt:RegalinspektionWer prüft:RegalprüferKosten:€10–20/Regal

DIN EN 15635

Prüfmittel

Manometer

Intervall:12 MonateArt:KalibrierungWer prüft:Akkreditiertes LaborKosten:€30–80

BetrSichV

Drehmomentschlüssel

Intervall:12 MonateArt:KalibrierungWer prüft:Akkreditiertes LaborKosten:€30–60

DIN EN ISO 6789

Messschieber

Intervall:36 MonateArt:KalibrierungWer prüft:Akkreditiertes LaborKosten:€20–40

DIN EN ISO 17025

Endmaße

Intervall:36 MonateArt:KalibrierungWer prüft:Akkreditiertes LaborKosten:€50–150

DIN EN ISO 17025

Diese Tabelle enthält die gängigsten Prüffristen für Metallbau-Betriebe nach den aktuellen DGUV-Vorschriften und der Betriebssicherheitsverordnung. Die tatsächlichen Fristen legt der Arbeitgeber auf Basis seiner Gefährdungsbeurteilung fest (BetrSichV §3). Herstellerangaben können kürzere Intervalle vorsehen.

Alle Prüffristen im Detail

Praxistipp

Ein 20-Mann-Metallbau-Betrieb hat typischerweise 80–120 Prüfobjekte. Bei jährlichen Prüfintervallen sind das 80–120 Termine die koordiniert werden müssen — mit verschiedenen Prüfdienstleistern (TÜV für den Kran, Elektrofachkraft für DGUV V3, eigene Sachkundige für Leitern und Regale). Ohne digitales System ist das kaum zu schaffen.

Gefährdungsbeurteilung im Metallbau — Die typischen Gefährdungen

Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Dokument Ihres Arbeitsschutzes. Wenn die BGHM Ihren Betrieb besucht, fragt die Aufsichtsperson als Erstes nach der GBU. Für einen Metallbau-Betrieb brauchen Sie typischerweise GBUs für: Werkstatt/Fertigung, Schweißarbeitsplatz, Lager, Büro und ggf. Baustelle/Montage.

Mechanische Gefährdungen

Die häufigste Unfallursache im Metallbau.

  • Quetschgefahr an Pressen und Abkantpressen (beim Werkstückwechsel, beim Einrichten)
  • Schnitt- und Stichverletzungen an scharfkantigen Blechen, Graten, Spänen
  • Einzugsgefahr an Drehmaschinen (offene Spannfutter, rotierende Werkstücke)
  • Erfasst werden durch rotierende Teile (Bohrspindel, Fräser)
  • Herausgeschleuderte Werkstückteile (Drehmaschine, Schleifbock)
  • Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle (Öl auf dem Boden, Späne, unebene Flächen)
  • Herabfallende Lasten (Kran, Stapler, Regalware)
  • Anstoßen an Werkstücke und Maschinen in beengten Werkstätten

Gefahrstoffe

Oft unterschätzt im Metallbau.

  • Schweißrauch: Enthält Mangan, Chrom-VI, Nickel — krebserzeugend bei Edelstahl und verzinktem Stahl. Grenzwert: A-Fraktion 1,25 mg/m³. Technische Absaugung nach TRGS 528 Pflicht.
  • Kühlschmierstoffe (KSS): Hautgefährdung, Atemwegsreizung. Hautschutzplan nach TRGS 401 Pflicht.
  • Entfettungsmittel (Aceton, Isopropanol): Leicht entzündlich, narkotisierende Wirkung bei Einatmen
  • Lacke und Grundierungen: Lösemittel, Isocyanate bei PU-Lacken
  • Zinkrauch beim Schweißen verzinkter Teile: "Zinkfieber" — grippeähnliche Symptome

Lärm

  • Kreissäge, Flex, Schleifbock, Presslufthammer: Regelmäßig über 85 dB(A)
  • Ab 80 dB(A): Gehörschutz bereitstellen (unterer Auslösewert)
  • Ab 85 dB(A): Gehörschutz tragen Pflicht, Lärmbereiche kennzeichnen (oberer Auslösewert)
  • Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit in der Metallbranche
  • LärmVibrationsArbSchV: Gefährdungsbeurteilung für Lärm Pflicht

Thermische Gefährdungen

  • Verbrennungen an heißen Werkstücken, Schweißnähten, Schneidschlacke
  • Funkenflug beim Schweißen und Schleifen
  • Heiße Oberflächen an Maschinen (Hydraulikpressen, Schmiedeteile)

Elektrische Gefährdungen

  • Defekte Kabel an Handmaschinen (Winkelschleifer, Bohrmaschine)
  • Fehlende FI-Schutzschalter in älteren Werkstätten
  • Schweißstromquellen: Gefahr durch Leerlaufspannung
  • Provisorische Elektroinstallationen auf Baustellen/Montage

Brand- und Explosionsgefährdungen

  • Funkenflug beim Schweißen, Schleifen, Brennschneiden
  • Entzündliche Stoffe in der Nähe (Öl, Lösemittel, Verpackungsmaterial)
  • Heißarbeiten außerhalb der Werkstatt: Erlaubnisschein für Schweißarbeiten (Schweißerlaubnis)
  • Metallstaub: Bei bestimmten Metallen (Aluminium, Magnesium) explosionsfähig

Physische Belastungen

  • Schweres Heben: Bleche, Profile, Werkstücke — oft >25 kg
  • Zwangshaltungen: Überkopfarbeit beim Schweißen, Knien, Bücken
  • Hand-Arm-Vibration: Winkelschleifer, Meißelhammer, Nietpistole — HAVS-Risiko
  • Ganzkörpervibration: Gabelstapler auf unebenem Boden

Psychische Belastungen

  • Zeitdruck bei Auftragsarbeit (Kunde wartet auf die Konstruktion)
  • Lärm als psychische Belastung (permanenter Hintergrundlärm)
  • Monotonie bei Serienproduktion
  • Schichtarbeit in größeren Betrieben
  • Seit 2013 ausdrücklich in der GBU zu berücksichtigen (ArbSchG §5 Abs. 3 Nr. 6)

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Pflichtunterweisungen im Metallbau

Jeder Mitarbeiter muss mindestens einmal jährlich zu jedem für ihn relevanten Thema unterwiesen werden. In einem typischen Metallbau-Betrieb sind das 8–12 Themen.

Allgemeine Sicherheitsunterweisung

Intervall:jährlichFür wen:alle Mitarbeiter

ArbSchG §12

Brandschutz und Evakuierung

Intervall:jährlichFür wen:alle

ArbSchG §10, ASR A2.2

Erste Hilfe im Betrieb

Intervall:jährlichFür wen:alle

DGUV Vorschrift 1 §26

Maschinensicherheit

Intervall:jährlichFür wen:Maschinenbediener

BetrSichV

Schweißen und thermisches Schneiden

Intervall:jährlichFür wen:Schweißer

DGUV Regel 100-500

Umgang mit Gefahrstoffen

Intervall:jährlichFür wen:alle mit Gefahrstoffkontakt

GefStoffV §14

Lärm und Gehörschutz

Intervall:jährlichFür wen:alle in Lärmbereichen

LärmVibrationsArbSchV

Kranführung

Intervall:jährlichFür wen:Kranführer

DGUV Vorschrift 52

Anschlagen von Lasten

Intervall:jährlichFür wen:Anschläger

DGUV Regel 100-500

Staplerfahren

Intervall:jährlichFür wen:Staplerfahrer

DGUV Vorschrift 68

PSA-Benutzung

Intervall:jährlichFür wen:alle

PSA-BV §3

Arbeiten in der Höhe

Intervall:jährlichFür wen:Monteure, bei Bedarf

DGUV Regel 112-198

Ergonomie / Richtiges Heben

Intervall:jährlichFür wen:alle mit Hebetätigkeiten

LasthandhabV

Bei 20 Mitarbeitern und 10 Pflichtthemen sind das 200 dokumentierte Unterweisungen pro Jahr. Ohne System ist das nicht zu schaffen.

Praxistipp

Kombinieren Sie Themen sinnvoll: Allgemeine Sicherheit + Brandschutz + Erste Hilfe können in einer 45-Minuten-Session abgehandelt werden. Maschinensicherheit + PSA in einer zweiten. Gefahrstoffe + Lärm in einer dritten. So brauchen Sie nur 4–5 Termine pro Jahr statt 10.

Unterweisungen digital dokumentieren

Verbandbuch und Unfallmeldung im Metallbau

Metallbau ist eine Hochrisiko-Branche: Schnittwunden, Verbrennungen, Augenfremdkörper, Quetschungen sind Alltag. Jede noch so kleine Verletzung muss dokumentiert werden — Pflaster aufkleben zählt.

Das Papier-Verbandbuch im Verbandskasten verstößt gegen die DSGVO (Gesundheitsdaten offen einsehbar). Die bessere Lösung: QR-Code am Verbandskasten — Mitarbeiter scannt und erfasst den Vorfall in 30 Sekunden.

Auch Beinaheunfälle sollten erfasst werden: "Die Schleifscheibe ist geplatzt, aber niemand wurde getroffen" — das muss dokumentiert und ausgewertet werden, um echte Unfälle zu verhindern.

Digitales Verbandbuch einrichten

Checkliste: Ist Ihr Metallbau-Betrieb bereit für die BGHM?

  1. 1Gefährdungsbeurteilungen für alle Arbeitsbereiche vorhanden und aktuell (max. 12 Monate alt)
  2. 2Alle Prüfprotokolle vorhanden und aktuell (Kran, Maschinen, E-Geräte, Feuerlöscher, etc.)
  3. 3Unterweisungsnachweise für alle Mitarbeiter zu allen Pflichtthemen vorhanden
  4. 4Verbandbuch / Erste-Hilfe-Dokumentation DSGVO-konform geführt
  5. 5Betriebsanweisungen an den Maschinen ausgehängt
  6. 6Gefahrstoffverzeichnis vorhanden (falls Gefahrstoffe im Einsatz)
  7. 7Ersthelfer benannt und ausgebildet (ab 2 Beschäftigten)
  8. 8Sicherheitsbeauftragter bestellt (ab 20 Beschäftigten)
  9. 9Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) beauftragt
  10. 10Betriebsarzt beauftragt
  11. 11Schweißerlaubnis-System für Heißarbeiten außerhalb der Werkstatt
  12. 12PSA in ausreichender Menge vorhanden und in ordnungsgemäßem Zustand

Wenn Sie bei mehr als 3 Punkten unsicher sind, sollten Sie handeln — bevor die BGHM es bemerkt.

Arbeitsschutz im Metallbau digital verwalten — mit Sicherio

Sicherio wurde für genau diese Betriebe gebaut: Metallbau, Schlosserei, Maschinenbau, Stahlbau. Die Software kennt Ihre Branche — von der Kranprüfung bis zur Schweißrauch-GBU.

  • 30+ Betriebsmitteltypen für Metallbau vorinstalliert — Kran, Presse, Drehbank, Schweißgerät, alles da
  • GBU-Vorlagen für Metallbau-Werkstatt, Schweißarbeitsplatz, Lager, Montage
  • 12 Pflichtunterweisungen für Metallbau vorausgewählt
  • Digitales Verbandbuch mit QR-Code — DSGVO-konform
  • Automatische Erinnerung 30 Tage vor jeder Prüffrist
  • PDF-Prüfprotokolle und GBU-Dokumente für die BGHM-Kontrolle

120 Prüftermine, 10 Unterweisungsthemen, 20 Mitarbeiter — alles in einer Software.

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Häufige Fragen zum Arbeitsschutz im Metallbau

Die BGHM führt jährlich über 61.000 Betriebsbesuche in über 51.000 Betrieben durch. Statistisch wird jeder fünfte Metallbau-Betrieb einmal im Jahr besucht — oft unangekündigt. Bei Auffälligkeiten oder nach Unfällen häufiger.

Die Aufsichtsperson gibt zunächst Hinweise und setzt Fristen zur Beseitigung. Bei schwerwiegenden Mängeln kann sie Auflagen erteilen, Bußgelder verhängen oder den Betrieb teilweise stilllegen. Bei Gefahr für Leib und Leben wird sofort gehandelt.

Ja. Jeder Betrieb ab einem Mitarbeiter muss sicherheitstechnisch betreut werden. Bei bis zu 50 Beschäftigten können Sie das Unternehmermodell wählen (Selbstbetreuung nach BGHM-Seminar) oder eine externe SiFa beauftragen.

Typische Kosten für einen 20-Mann-Betrieb: SiFa/Betriebsarzt ca. 2.000–5.000 €/Jahr, Prüfungen (Kran, DGUV V3, etc.) ca. 3.000–6.000 €/Jahr, PSA ca. 200–500 €/Mitarbeiter/Jahr, Software (z. B. Sicherio) 588 €/Jahr. Der ROI: Ein einziger vermiedener Arbeitsunfall spart durchschnittlich 30.000 € an direkten und indirekten Kosten.

Ja, seit 2013 ist die psychische Gefährdungsbeurteilung ausdrücklich Pflicht (ArbSchG §5 Abs. 3 Nr. 6). Das gilt auch für Metallbau-Betriebe. Typische Belastungen: Lärm, Zeitdruck, körperliche Erschöpfung, Schichtarbeit.

Die häufigsten: Lärmschwerhörigkeit (BK 2301), Hauterkrankungen durch Kühlschmierstoffe (BK 5101), Atemwegserkrankungen durch Schweißrauch, Hand-Arm-Vibrationssyndrom (BK 2104) durch Handmaschinen. Eine konsequente GBU und wirksame Schutzmaßnahmen können diese Risiken deutlich reduzieren.

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